Mitarbeiter im Portrait – Uwe Fitte

Mitarbeiter im Portrait – Uwe Fitte

Im Rahmen der B&O Mitarbeiteraktion „Mitarbeiter im Portrait“ begleitete Anfang September eine Kollegin der Marketingabteilung den Tischler Uwe Fitte, der seit über fünf Jahren bei B&O tätig ist, in die Kita Krümelnest in Altglienicke, Berlin. Seit 2017 verschönert Uwe die Kita, die zur Stiftung Pfefferwerk gehört und lässt sich stets neue Abenteuerkulissen für die Kleinsten einfallen.

Begonnen hat alles mit einem Anruf von Uwes Vorgesetzter, Frau Wiese. Sie schwärmte von seinen kreativen Ideen, die er für derzeit etwa 140 Vorschulkinder umsetzt. Denn B&O unterstützt nicht nur finanziell Organisationen, Vereine sowie Stiftungen rund um Mensch, Tier und Umwelt, sondern setzt sich für diese auch mit (Um)-Baumaßnahmen ein.

Naturelemente zieren den Innenbereich

Seit Uwe sich für die Kita Krümelnest engagiert, hat sich einiges getan: In dem zuvor trist wirkenden Eingangsbereich befinden sich nun Wegweiser, Infotafeln für die Eltern sowie ein umgebauter Teewagen für die Kinder und Erzieher. Blickfänger ist die Sprudelsäule, bei der die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und durch einfaches Drehen einer Platte die Farbe der Säule ändern können. Der Sprudel wirkt beruhigend und lädt zum stundenlangen Beobachten ein.

Die Kinder zwischen ein und sechs Jahren werden dem Alter entsprechend in Gruppen unterteilt, die Namen wie Maus oder Igel tragen. Im Laufe des Tages können Gruppen vermischt werden. Damit die Eltern zur Abholung wissen, wo sich aktuell ihr Kind befindet, hat der Tischler eine Tafel in Form eines Blatts mit der Gruppenverteilung gebaut. Das unübersehbare Ahornblatt ziert den Eingangsbereich und spiegelt das Gestaltungskonzept des B&O-Mitarbeiters wider: Liebevolle Naturelemente begleiten die Kinder tagein tagaus beim Toben, Spielen und Klettern. Auf den Schildern sind zur Orientierung die einzelnen Gruppentiere abgebildet, an den Wänden befinden sich kleine Bäume und Blumen aus Holz zur Verbesserung der Feinmotorik sowie der Auge-Hand-Koordination und im Obergeschoss wurde in Zusammenarbeit mit einer Künstlerin eine Kletterwand für die Sprösslinge geschaffen. Mit Hilfe von Seilen und Griffen hangeln sich die Kleinen an einer Bergziege und vielen Kreidesteinen entlang. Uwe wählte die Höhen der einzelnen Elemente extra so, dass die Kinder gefahrlos herunterhüpfen können und die Wand natürlich TÜV-konform ist.

Vor allem letzteres ist mit großem Zeitaufwand vorab verbunden, da sich Uwe bereits bei der Planung ein umfangreiches Wissen zur Sicherheit aneignen muss. Aus diesem Grund nimmt der Tischler zuvor die Maße der vorhandenen Fläche, erstellt zu Hause sehr viele Zeichnungen und gleicht diese mit den gegebenen Normen ab.

Spielrouten zum Kennenlernen der Sinne

Im Außenbereich befinden sich verschiedene spielerische Routen.

Dafür wurden vorab Teams aus Erziehern gebildet, die für die Themen Wasser, Bewegung und Musik Ideen entwickelten und vom Monteur im Anschluss umsetzen ließen.

Als erstes entstand die Wasserstraße, bei der Kinder mit Hilfe von Auffangbehältern einzelne Vorgänge wie einen Wasserfall oder Wasserstau inszenieren können. Mit Trichtern und Kellen können sie das Wasser abschöpfen und wegtragen, auch wird ihnen gezeigt wie am Ende des Tages die Wasserstraße gereinigt wird. Die Herausforderung bei dem Projekt lag in der nichtvorhandenen Wasserleitung, sodass das Wasser in Kanistern abgefüllt wird. Während Uwe anfangs dachte, dass ein Kanister pro Tag ausreichen wird, muss dieser stündlich aufgefüllt werden, da die Kinder mit großer Begeisterung ihre Fähigkeiten ausprobieren. Für das Bauprojekt benötigte der B&O Mitarbeiter etwa einen Tag, Feinheiten und Ausbesserungen wurden nachträglich vorgenommen.

Die Kletterelemente, die der Monteur bereits an der Wand im Obergeschoss der Einrichtung montierte, finden sich auch am Holzhäuschen im Garten wieder, an dem er zusätzlich ein Seil an jede Dachseite befestigte. Das Klettern trainiert die Muskelgruppen am ganzen Körper, schult Koordination, Haltung und Beweglichkeit und fördert die Konzentration. Auch das Häuschen ist so beliebt, dass die Kinder zeitweise warten müssen, ehe sie zum Spielen und Turnen kommen.

Um ihre Sinne besser kennenzulernen, baute Uwe den Bewegungspfad, bestehend aus verschiedenen Böden aus Kork, Holz, Seilen, Bürsten und Steinen. Barfuß ertasten die Kinder auf welchen Materialien sie laufen und können dabei ihre Koordination und Kraft verbessern.

Musikalisch toben sich die Kleinen an der Musikstrecke aus: Anhand von großen und kleinen Rohren erzeugen die Kinder mit Stöcken, die sie selbst in der Natur sammeln, Klänge, „telefonieren“ mit anderen Kindern und lernen wie vielfältig Geräusche sein können. Hierfür hat Uwe beispielsweise ein altes Waschbrett eingesetzt, das mit Hilfe von Holz froschähnliche Klänge erzeugt oder auch Leder zwischen Trommeln befestigt, was wieder verschiedene Klänge hervorbringt.

Neben den abenteuerlichen Spielrouten kümmert sich Uwe auch um Kleinreparaturarbeiten wie die Erneuerung der Bänke oder die Montage von Regalen. Für die Projekte verwendet der Tischler selten neue Materialien, sondern Überreste alter Bauprojekte, um möglichst nachhaltig zu arbeiten.

Für das Frühjahr 2020 laufen die Planungen bereits auf Hochtouren: Die Umgestaltung der Kinderküche steht an! Bleiben Sie dran!