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Die B&O Stiftung

07.04.2020, 16:04 Uhr | Gina

Kleine Kinder, kleine Geldsorgen – große Kinder, große Geldsorgen.

Ihr Sohn will auf‘s Gymnasium? Ihre Tochter möchte studieren oder gar eine Meisterprüfung ablegen? Eines Ihrer Kinder hat sich in den Kopf gesetzt, ein Jahr lang ins Ausland zu gehen oder Ihr Jüngster überrascht Sie mit der Idee, eine Doktorarbeit schreiben zu wollen? In diesen Fällen könnte Sie vielleicht die B&O Stiftung unterstützen. Sie wurde im Jahr 2012 von den B&O Gesellschaften und Gesellschaftern gegründet. Ein Ziel der Stiftung ist es, B&O Mitarbeitern, die in Not geraten sind, zu helfen. Außerdem – und das wissen die wenigsten – vergibt die Stiftung auch Zuschüsse und Stipendien zur Ausbildung. Das Stiftungskapital beträgt derzeit 1 Mio. Euro. Sie sind interessiert? Bewerben Sie sich! Wenden Sie sich an Jakobine Sauerbruch, wenn Sie mehr dazu wissen möchten (j.sauerbruch@bo-gruppe.de, Tel.: 08061 2802280).

10 Monate China

Interview mit B&O Stipendiat Michael Schroeder

Einer unserer Stipendiaten war Michael Schroeder (23), der in Bayreuth Philosophie und Wirtschaft studiert. Hier erzählt er uns von seinen Erfahrungen, die er mithilfe eines Stipendiums von B&0 in China machen konnte.

Sie waren Stipendiat der B&O Stiftung?

Ja, ich habe von September 2018 bis Juni 2019 an der Universität in Peking Philosophie, Politik und Ökonomie studiert. Im Besonderen habe ich mich auf Deutschland-China-Beziehungen spezialisiert. Und diesen Aufenthalt hat mir die B&O Stiftung ermöglicht – durch finanzielle Unterstützung.

Wie kamen Sie auf die Idee? Warum Peking?

Um es mit dem Historiker Peter Frankopan zu sagen: „Alle Wege führten einmal nach Rom. Heute führen alle Wege nach Peking”. Obwohl dieses Zitat vermutlich etwas überspitzt formuliert ist, konnte ich in allen Bereichen meiner Studien hier in Deutschland miterleben, wie die Bedeutung Chinas stetig zunimmt. Daher entschloss ich mich, selbst nach China zu gehen, um die Entwicklungen vor Ort zu sehen und zu verstehen.

Was haben Sie gelernt? Was hat Ihnen das gebracht?

Ich wollte bewusst meine Fächerkombination auch in Peking so beibehalten, um möglichst umfassend wesentliche chinesische Politik- und Wirtschaftsmaßnahmen zu verstehen. Somit konnte ich in der Philosophie durch das Studium konfuzianischer Texte einen Einblick in das Gedankengebäude erlangen, das soziale und politische Handlungen in China motiviert. So konnte ich auch in den ökonomischen und politikwissenschaftlichen Fächern gewisse Maßnahmen tiefer analysieren und die Stoßrichtung klarer erkennen.

Was hat Sie am meisten überrascht?

Als Europäer neigt man dazu, die Diversität von Kulturen und Weltanschauungen zu unterschätzen. Schließlich sind westliche Marken wie Coca Cola oder McDonalds globale Marktführer, man neigt implizit zu denken: “Im Grunde ist es überall wie bei uns”. So war ich überrascht, dass man sich selbst in der globalen Metropole Peking nicht auf sein Englisch verlassen kann. Oder dass Weihnachten kein großes Event ist, jedoch über das Chinesische Neujahrsfest die ganze Stadt menschenleer ist, sodass sogar McDonalds schließt.

An welchen Moment denken Sie am liebsten zurück?

Durch einige Umwege und Zufälle bin ich in einen Doktorandenkurs für chinesische Philosophie hineingeraten, der mich sehr beeindruckt hat. Ich war der einzige ausländische Student und zudem deutlich jünger als alle anderen. Ich musste die Hausaufgabentexte erst aus dem Chinesischen übersetzen, um mich dann mit fremden konfuzianischen Gedanken auseinanderzusetzen. Durch die Intensität des Kurses sind alle Studenten zusammengewachsen. Ich habe so Freunde gewonnen, die mir auch heute noch in Sachen China als Ratgeber und Mentoren zur Seite stehen.

Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere am B&O Stipendium?

Die meisten Stipendien sind genau nach den Lebenshaltungskosten bemessen. Wenn man sich jedoch in ein neues Land, eine neue Kultur begibt, kann man damit häufig die Möglichkeiten, die einem der Aufenthalt im Ausland bietet, nicht voll ausschöpfen.

Die großzügige Unterstützung der B&O Stiftung war jedoch danach bemessen, dass ich vor Ort noch etwas entdecken und reisen konnte. So hatte ich durch die Förderung die Möglichkeit nach Kasachstan zu reisen und mir Projekte der Neuen Seidenstraße vor Ort anzusehen, mit den Beteiligten zu sprechen und mir selbst einen Eindruck zu schaffen. Dies hat meine Erfahrung immens gesteigert. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei der B&O Stiftung bedanken.

Mit dem Deutschlandstipendium fördern der Bund und private Förderer – so auch die B&O Stiftung – gemeinsam engagierte und talentierte Studierende. Für die Förderperiode 2019/2020 unterstützt B&O insgesamt sechs Studierende der Fächer Architektur, Wirtschaft, Informatik und Ingenieurswesen. Über die finanzielle Förderung hinaus haben die B&O Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit, kostengünstig in einer B&O Mitarbeiterwohnung unterzukommen, als Werkstudent bei B&O zu arbeiten oder ein Praktikum zu absolvieren. So lernen wir sie kennen und hoffen natürlich, sie für B&O begeistern zu können!